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10.06.2010 WM-Aufwärm-Party Baden-Baden

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"Aufwärm-Party"? Das war an diesem Tag nicht nötig. 30 Grad feuchte Schwüle und direkt nach der Arbeit nach Baden-Baden. Entspannend war das nicht, doch um es gleich vorweg zu nehmen: Es hat sich gelohnt... Am Tag vor der Eröffnung der WM organisierte ein Projektteam der Eventakademie Baden-Baden einen Fußballabend, an dem das Endspiel von '74 gezeigt wurde, es Torwandschießen gab und auch sonst alles auf WM ausgelegt war (wie extra gemalte Bühnenleinwände mit Fußballspielern). Die Probebühne der Akademie war riesig. Wir verloren uns darauf fast und die Lichtanlage gab alles her, was ins rechte Licht gerückt werden sollte. Wir wurden sofort von den Organisatoren bestens begrüßt und versorgt und gelangten über einen richtigen Bühnenaufgang in den Backstagebereich. Wann hatten wir denn sowas das letzte Mal? (oder jemals?)

Die erste Halbzeit des Endspiels ging dem Ende zu, dannach wurde die Leinwand weggenommen, die Band stand hinter dem Vorhang bereit und nach einer kurzen Ansage, zählte Mike passend "1 und 2 und 3 und 4 undfuffzig..." zum sich öffnenden Vorhang. Spring! in Fussballtrikots und drei Fußballsongs hintereinander spielend, das wird man wohl so auch nicht mehr sehen. Was wir nicht sahen, waren viele Menschen. Der Raum, obwohl im Verhältnis zur Bühne recht klein geraten, war mit max. 50 Personen "gefüllt". Ganz vorne positionierten sich die Fussballfans und machten jedoch einen Lärm wie viele. Mike nutzte die große Bühne für eine rennende Laola. So können wir aber echt behaupten es hat jeder mitgemacht!

Nach den Fußballsongs kam die zweite Halbzeit und danach wieder wir... mit "normalen" Liedern. Die nicht minder gut gefeiert wurden. Ok, es geht nunmal nicht zu zehnt hunderte Leute zu "imitieren", aber es hilft ungemein, wenn die wenigen, die da sind, Lust auf Party haben. Und so war es auch. Wir verzichteten auf langsame Lieder, auf Schnick-Schnack und auf lange Ansagen (meistens zumindest) und füllten eine Stunde mit Rockmusik. Die Setlist wurde wie vorbereitet gespielt und nach zwei Zugaben, war es Punkt 23 Uhr und wir mussten aufhören. Punktlandung. Abbauen war dann (für uns) schnell erledigt, und so konnte man einmal nach einem Gig früh zu Hause sein.

Es war ein toller, heißer Abend in Baden-Baden bei sympathischen Leuten und, wie man munkelt, guter Musik. Wir sind eine Erfahrung reicher und angehende Eventmanager erinnern sich evtl. an Spring! an einem Fußballabend. Danke an alle Organisatoren der Feier, uns hat es Spaß gemacht!

 

02.06.2010 Sommerfest HS-Karlsruhe

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Nach unseren Erfahrungen beim HS-Sommerfest mit mittelprächtigen Regenstürzen, waren wir mehr als kritisch. Ein Open-Air? Und wir spielen? Ohne Regen? Aber der Bann wurde gebrochen und es regnete nicht. Um 19 Uhr waren alle Springer vor Ort, jedoch stand noch nicht das Mischpult dort, wo es sein sollte. Axel, der sich komplett um die Beschallung des Festes kümmern musste, war durch diverse Krankheitsausfälle in Zeitverzug, und so konnten wir dem Wunsch des Astas, bereits um halb acht anzufangen nicht nachkommen. Das machte auch nicht so viel Sinn, da der Platz noch gähnend leer war. Das änderte sich zunächst auch kaum als wir irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr anfingen. Ein zurückhaltendes Set... man will ja niemanden beim Wurstessen stören. Die Schonfrist sollte im zweiten Set vorbei sein, doch die Steaks mundeten zu gut, und so ging unser Plan, die Studenten frühzeitig mit "Westerland" und "Otherside" aus der Reserve zu locken, nicht auf. Machte nicht wirklich viel, denn der Sound war für uns echt gut und die Springer gut gelaunt. Wir gaben nicht auf und zwischen 22 und 23 Uhr füllte sich mit dem Platz auch der Platz vor der Bühne.

Das Eis brach während der Bespaßungssongs wie etwa "Good Riddance" oder "Dinge von denen". Nora schmetterte herzhaft "Beat It" und die Studis schmetterten zurück. "Rock´n Roll Queen" wurde zu einem der Highlights und natürlich wurden eine nicht kleine Menge Fussballfans mit unglaublich aktuellen Fussballsongs weiter angestachelt. Und doch: Es war zu spät. Wir durften offiziell nur bis 23 Uhr spielen und so beendeten wir um 23:23 Uhr das Set. Nicht ohne, dass Nora noch die "Perfekte Welle" zelebrieren durfte oder dass "Seven Nation Army" herhalten musste...

Viele Zuhörer glaubten bis dahin leider eher an eine Pause, aber die traurige Wahrheit war: Der Gig war vorbei, obwohl wir erst richtig warm wurden. Wir hätten gerne noch weitergespielt, denn das Publikum machte echt Spaß. Danke an alle die da waren, besonders an die, die vom Anfang an getanzt haben, und an die Astaner, die uns gut verorgt haben. Warum schmecken Steaks zuhause nie so gut?

 

30.04.2010 Tanz in den Mai Insterburg

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Die Insterburg, zum fünften Mal! Nette Begrüßung, hallender Raum, lautes Quietschen. Man kennt das ja. Der Soundcheck ist zu laut, Mike regelt bei der Vorband die Pegel, und wir warten bis wir drankommen. Natürlich zu lange, erst gegen elf kommen wir auf die Bühne. Im Raum ist es mittlerweile tropisch, wenn auch nicht ganz so voll wie die Jahre zuvor (subjektive Einschätzung). Wir ziehen das Übliche ab, was uns aber gerade Spaß macht. Und wieder einmal weiß man einfach nicht, was am besten ankommt. Eher alternativ? Eher Radio? Keines von beiden? Wir entschieden uns im Vorfeld für die radiolastige Variante. Und es funktioniert gut. Wir sprechen zwar ein anderes Publikum an als die Vorband (das ist deren Name, nebenbei bemerkt...), aber die Cocktail-Schlürfer wollen ja auch 'mal tanzen und nicht niedergerempelt werden. Was nicht heißt, dass alles harmlos ist: Die Insterburger reagieren nahzu vorbildlich auf die Spielchen und unsere Aufforderungen (auch wenn die Mädels nicht so laut "more,more, more" wollen, wie die Jungs... ob die von der gleichen Sache reden?). Mike präsentiert erfolgreich "Dinge von denen er gar nichts wissen will" (seltsamerweise wollen aber genau das die Leute wissen), bei "Rock´n Roll-Queen" geht es rauh zu, bei "End of the World" kann man erste Müdigkeitserscheinungen bei den Zuhörern bemerken. In den Zugaben werden sie nochmal mit Rage against the Maschine gefordert. Auch der Nachbar, der wieder die Polizei anruft, soll froh sein, dass es durchgestanden ist. Trotz des, wie immer schwierigen, Sounds finden wir, dass es einer der besten Gigs in der Insterburg war, und das sechste Mal würden wir uns ungern nehmen lassen. Die Insterburg rockt.

 

17.04.2010 Polarnacht Böblingen

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Überaus pünktlich trudeln wir in Böblingen ein, bauen auf, quietschen beim Soundcheck, essen lecker in der Cafe Bar und gehen entspannt zu Werke. Von Anfang an merkt man die gute Stimmung der Böblinger. Das "Warm-Up" Set ist ein gelungener Start. Aufmerksame und größtenteils lärmresistente Zuschauer motivieren uns, und so ist es bald vorbei mit "entspannt", die Rockspiele können beginnen. Obwohl die Böblinger Songs wie "Shallow" oder das urgewaltige, sowie schleimtriefende "Every Rose" ertragen müssen, werden sie kein Stück leiser. Nach Aufforderung der Leute werden auch die Ärzte wiederholt... "Rebell Yell" ist wieder einmal ein Highlight, und "Alive" macht, wie viele andere Songs, tierisch Laune. Die Bespaßungs-Maschinerie läuft auf Hochtouren, und Mike schmettert inbrünstig "...and this is not the time to wonder, and this is not the time to cry ". Nein, wundern tut uns in Böblingen nichts mehr, nur heulen könnte man manchmal: Unser rechten Boxenständer verabschiedet sich in den Ruhestand, die Akustikgitarre koppelt plötzlich unentwegt, Roberts Bass ist nach einem Rempler von Didi nicht mehr gaaanz stimmig - dennoch nichts, was man nicht mit Panzerklebeband lösen könnte (Klebeband rocks!). Alles in allem also normaler Livewahnsinn. Zum Schluss setzt Nora noch ein Zeichen mit "Seven Nation Army" und an den, noch nicht 'mal stundenlang anhaltenden Gröhl-Nöhl-Chören merken wir, dass es auch für die Zuschauer-Nomaden der Livenacht ein langer Abend war und es an der Zeit ist, den Reigen zu beenden. Böblingen ist groß! Und da liegt uns nichts ferner, als uns einschleimen zu wollen: Vielen Dank, Böblingen. Wir kommen gerne wieder!

 

06.03.2010 Kneipennacht III Eppingen

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Schon früh geht es Richtung Eppingen los. Wir sind kritisch: Minusgrade und in einem Zelt spielen? Brrr! Als wir dort angekommen sind, sind wir zuversichtlicher. Das 200qm-Zelt ist mit einem Riesenbautrockner beheizt. Eine Bühne ist vorhanden und das Team des Labbaduddl ist auch so gut wie fertig. Wir rätseln, ob unsere eigene kleine Anlage reichen wird, doch deshalb haben wir ja auch Peer am Mischer dabei. Das Schlagzeug wird sogar mikrofoniert, der Soundcheck dauert etwas länger als sonst, aber danach scheint es echt gut zu passen. Genug Platz auf der Bühne und Zeit vorher etwas Essen zu gehen. Einziges Problem ist, dass Mike vom Vorabend angeschlagen ist, und wir die Setlist umstellen müssen. Da fliegen ein paar Songs 'raus, aber das kriegen wir schon hin, wie immer.

Um Viertel vor Neun fangen wir an zu spielen. Ein kurzes Set. Pause. Ein ein wenig längeres Set. Pause. Hmm? Der Alkohol fließt nicht schnell genug. Ein paar Tanzblüten können vernommen werden... das Zelt ist mittlweile gut gefüllt. Wir hanben auf der Bühne jedenfalls eine Menge Spaß. Hätten wir selbst nicht gedacht, dass nach einem anstrengenden Abend in der Schänke, alle so Gas geben können, aber wir tun es. "Word Up" verzückt Jochen, "Alive" Didi und alle lieben einfach "Rebel Yell". Nora schmettert allzu gerne "Warum?", als wir uns fragen "Warum nicht?" und "Bullet in Your Head" in einer ordentlichen Version zimmern. In den Pausen dreht das Labbaduddl-Team die Anlage ebenso weit auf, und selbst dann: Die absolute Massenbewegung bleibt aus. Gegen Ende unseres Sets ist es laut und der Alkoholpegel ziemlich hoch, und so beenden wir unser Set - für die Eppinger wahrscheinlich unerwartet. Wir sind jedenfalls in jeglicher Hinsicht fertig und bauen zügig ab. Danke an Peer für seine Unterstützung (Zitat Peer: "Rooock´n Roooll") und dem Team vom Labbaduddl!

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